Grabbe-Gymnasium Detmold

Mathematik

Feuer frei!

Am 13. März machte sich mit Amelie Waldow, Finn Busse, Evan Charter und Andreas Schulz eine Gruppe von vier Mathe-begeisterten Schüler*innen gemeinsam mit Herrn Hoffmann auf den Weg zur Universität Paderborn, um das Grabbe beim Náboj-Wettbewerb zu vertreten.

16. März 2026
DH
Dirk Hoffmann
Mathematik

Am 13. März machte sich mit Amelie Waldow, Finn Busse, Evan Charter und Andreas Schulz eine Gruppe von vier Mathe-begeisterten Schüler\*innen gemeinsam mit Herrn Hoffmann auf den Weg zur Universität Paderborn, um das Grabbe beim Náboj-Wettbewerb zu vertreten.

Hierbei handelt es sich um einen internationalen Wettbewerb für Schüler\innen, der sich auf die Lösung mathematischer Probleme unter Zeitdruck konzentriert. Seinen Ursprung hat dieser Contest in der Slowakei, daher der ungewöhnliche Name. „Náboj*“ leitet sich vom slavischen Wort für „Ladung“ oder „Patrone“ ab. Das ist aber nicht martialisch gemeint, sondern soll die Dynamik des Wettbewerbs widerspiegeln. Denn nur im schnellen und effizienten Zusammenspiel aller Teammitglieder kann es gelingen, so viele Aufgaben wie möglich, und zwar ohne Taschenrechner oder sonstige digitale Hilfsmittel, innerhalb der vorgegebenen zwei Stunden zu lösen.

In diesem Jahr fand der gedankliche Wettkampf, der in zahlreichen Ländern exakt am selben Tag und zur selben Zeit startet, zum ersten Mal auch in NRW – und zwar ausschließlich in Paderborn – statt. 21 Teams starteten dort in der Gruppe der „Senioren“😊, die Schüler\*innen der letzten beiden Schuljahre umfasst. Hervorzuheben ist hierbei, dass Andreas Schulz als Neuntklässler das Grabbe-Senioren-Team verstärkte, obwohl er eigentlich noch bei den Junioren hätte antreten dürfen.

Der Organisator für den Standort Paderborn, Prof. Dr. Martin Kolb von der dortigen Fakultät für Mathematik, begrüßte zu Beginn die teilnehmenden Teams. Er betonte, die Schüler\*innen bekämen durch den Náboj-Wettbewerb einen ersten Einblick in die Arbeitsweise im Studienfach Mathematik. Denn anders als der landläufigen Meinung nach sei Mathematik eine höchstkommunikative und -kreative Wissenschaft. So würden viele mathematische Forschungsprojekte nur im Zusammenspiel mehrerer gemeinsam am Thema Arbeitender gelöst. Auch bei Náboj gehe es in einem hohen Maße um gemeinsame Ideen und Einfallsreichtum, nicht so sehr um in der Schule erworbene Fachkenntnisse.

Entsprechend motiviert startete das Grabbe-Quartett in die zweistündige Wettbewerbsphase.

Als nach Ablauf der Zeit allen „die Köpfe rauchten“, ging es als verdiente Stärkung – die Mensa hatte leider schon geschlossen - zum Uni-nahen Fast-Food-Restaurant.

Mit Spannung fieberte man anschließend der Verkündung der Ergebnisse und der Siegerehrung entgegen.

Das Grabbe erreichte im starken Teilnehmerfeld einen beachtlichen 8. Platz. Sieger bei den Senioren wurde in Paderborn das Team des Maria-Wächtler-Gymnasiums aus Essen.

Alle waren sich darin einig, dass der Wettbewerb eine lohnenswerte Erfahrung gewesen sei. Das Arbeiten unter Zeitdruck und das unmittelbare Feedback zu den eigenen Lösungen (Man bekam den nächsten schwereren Aufgabensatz erst, wenn die vorherigen Aufgaben richtig waren.) spornte besonders an. Alle waren sich darin einig, im nächsten Jahr unbedingt wieder teilnehmen zu wollen. Dann vielleicht mit noch mehr Mathe-liebenden Grabbianer\*innen.

Im Folgenden noch eine kleine Kostprobe der Aufgabentypen. An dieser besonders vertrackten Aufgabe hat sich unsere Gruppe die Köpfe zerbrochen. Leider konnten wir sie erst – gemeinsam! - im Anschluss an den Wettbewerb korrekt lösen.